Beobachtungen aus dem Urlaub: Wattsand ist zu grob


Als Reitplatzbauer betrachtet man Sand natürlich anders. Fast automatisch analysiert man jeden Sand. So betrachte ich z.B. wie grob er ist oder welche Farbe und Form er hat. So passierte mir das auch im letzten Urlaub. Ich ging mit unserem Hund spazieren und stellte fest, dass schon ich als "leichter" Mensch relativ tief in den Wattsand einsackte (siehe Foto).

Als ich den Wattsand (es sei natürlich darauf hingewiesen, dass der Sand überall anders ist) in die Hand nahm, stellte ich als erstes Fest, dass er sehr grob ist. Im Reitplatzbau hätte er keine Chance, da grobe Sande zu wenig Eigenstabilität haben und die wiederrum ist für gute Eintrittstiefen zuständig. Höchstens wenn man ordentlich Vlieshäcksel untermischen würde, könnte man die Stabilität dieses Wattsands erhöhen und ihn so überhaupt für den Reitplatzbau halbwegs brauchbar machen.

Das Hauptproblem, wenn man Wattsand als Reitboden einsetzte wäre aber: Er bräuchte i.d.R. zu viel Wasser um optimale Bedingungen zu bieten.

Darum müssen moderne Reitsande mehr können als klassischer Wattboden. Ein guter Reitsand ist vor allem feiner. Aber auch teils andere Kornformen spielen eine Rolle.

 

Darum wirkt Wattboden so optimal


Wattboden zeichnet sich durch eine natürliche, hohe Elastizität aus.
Am Meer kommt uns der Boden aber oft so gut vor, weil er komplett mit Wasser durchtränkt ist. Zu Hause auf der eigenen Reitanlage sind solche Mengen Wasser aber oft nicht (oder nur sehr kostspielig) zu beschaffen.

 

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